Wer seine Lampe einfach in eine Fassung geeigneter Größe (meist E40, selten E27) einschraubt, erhält zwar ein durchaus geeignetes System, allerdings mit einigem Optimierungspotential. So geht durch die rund Form einer typischen NDL-Lampe zumindest schon mal die Hälfte des Lichtes in die von den Pflanzen abgewandte - kurz: die Falsche - Richtung. Um dieses Streulicht einzufang benutzt man in der Regel einen geeigneten Reflektor.

Eine der gängisten Varianten von Reflektoren in der Pflanzenzucht sind sogennante Hammerschlag-Reflektoren.
Hier wurde die Oberfläche ausgehämmert um durch die Kerben eine verstärkte Lichtbrechung zu erreichen. Sieht wüst aus, gehört sich aber so! Ein weiterer Vorteil liegt in der leichten Biegsamkeit des Materials. Der Reflektor kann sehr einfach den spezifischen Bedürfnissen im Zuchtzelt angepasst werden. Der Nachteil der Standardreflektoren liegt in der oftmals sehr einfachen Verarbeitung. So kann es sein, daß man den Reflektor nach Erhalt zuerst noch gerade klopfen muss und auch die Aufhängung selbst sollte nicht mit zu schweren Leuchtmitteln (z.B Energiesparlampen) belastet werden, da sie sonst einfach durchbiegt. Bastler schaffen sich Abhilfe mit einem Stück Paketschnur und binden die Lampe einfach hoch.
Die Cooltube ist ein Spezialfall für alle Grower, die ein Hitzeproblem in ihrem Zuchtzelt beklagen müssen. Der Vorteil der Cooltube liegt in erster Linie in der Tatsache, das erhitzte Luft von der Lampe umgehend durch die Abluftanlage abgeleitet wird. Die Glasröhre schützt hier vor Ableitung nach Unten. Die Tube wird einfach in die Schlauchverbindung zwischen Lüfter und Aktivkohlefilter mit eingeklemmt und mit Klebeband oder speziellen Schlauchklemmen fixiert. Aufpassen muss man auf die Anschlussgrößen der Cootube (meist 125mm, selten 150mm), damit der Schlauch dann auch wirklich darüber passt.
Sieht aus wie ein Raumschiff und kostet auch (fast) soviel. Allerdings hat der Wing-Reflektor unschlagbare Vorteile hinsichtlich der Winkeljustierung der einzelnen Flügel und vor allem dem fehlenden Hot Spot Problem. Ein Hitzestau - wie bei günstigen Reflektoren nicht unüblich - kann mit Hilfe eines Wingreflektor meist vermieden werden.
Außerdem sind die Wing-Reflektoren robust gebaut, so daß auch der Betrieb einer ESL-Lampe kein Problem darstellt.
Die Brotsuppe unter den Reflektoren. Günstig, einfach, aber auch nicht gerade zufriedenstellend. Mit Reflektionsfolie kann z.B die gesamte Box ausgekleidet werden, um die Lichtbrechung an den Wänden zu verstärken. Dies ist allerdings bei den neueren ZUchtzelten von Eastside Impex oder Secret Jardin kaum mehr notwendig, da die Zelte selbst aus hochreflektierenden Material gefertigt sind.