Wer sich mit Hilfe einer herkömmlichen Glühbirne (sofern überhaupt noch erhältlich) an einer Pflanzenzucht versucht, wird das Wörtchen "Scheitern" im Anschluss in seiner ganzen und brutalen Bedeutung wahrnehmen.
Nicht viel besser sind hier die sogenannten Pflanzenlampen aus dem Baumarkt: Hier handelt es sich meist nur um bemalte Glühbirnen oder Energiesparlampen, die keinen Effekt auf das Pflanzenwachstum haben.
Die meisten Nutzpflanzen brauchen vor allem in der Wachstumsphase ein dem Sonnenlicht ähnliches Spektrum mit möglichst hohem Blauanteil. Ideal sind oftmals Leuchtmittel mit einer Lichtfarbe von ca. 6000-6500 Kelvin. Falls die Beleuchtung die Blütenbildung unterstüzen soll, greift der erfahrene Gärtner jedoch eher zu rot-gelben Licht mit 2500-3000 Kelvin. Zugrunde liegt hier das Sonnenlicht der einzelnen Jahreszeiten und dem damit verbundenen Zyklus der Pflanze.
Im wesentlichen unterscheidet man neben der Lichtfarbe Pflanzenlampen noch hinsichtlich der genutzten Technik. Wie in anderen Bereichen auch haben sich folgende Varianten mehr oder weniger durchgesetzt:
Diese Zündungslampen benötigen ein separates Vorschaltgerät, das (wichtig!) die gleiche Wattzahl wie die Lampe benötigt. Der Aufbau ist zwar etwas kniffeliger und die meisten NDL sind relativ hochwattig - was die Betriebskosten erhöht - dafür erhält man mit Zündungslampen jedoch effektiver Grow-Leuchtmittel auf die auch Profis schwören. Bedenken sollte man aber auch die relativ hohe Temperaturabstrahlung: Der Einsatz von Natriumdampflampen mach oftmals eine Klimaregulierung unverzichtbar.

Dieses Problem haben ESL-Lampen nicht. Die Wärmeabgabe ist absolut vernachläßigenswert und auf den Einbau einer Zuluftlösung kann meist verzichtet werden. Auch ist die Montage ungleich einfacher - ein Vorschaltgerät ist bereits eingebaut und die Lampe muss nur noch in eine geeignete Fassung geschraubt werden. Meist handelt es sich um E40 oder E27 Fassungen. Der Nachteil der ESL liegt im höheren Gewicht, was die Leuchtmittel für gängige Reflektoren bzw. deren Fassungen zu schwer macht und der im Vergleich zu NDL-Leuchtmittel geringeren Ausbeute an wachstumsförderndem Licht. Speziell für Anfänger sind Energiesparlampen jedoch eine prima Alternative.
Nicht zu verwechseln mit Neonröhren (die ein für die Pflanzenzucht nicht brauchbares Licht abgeben). LSR sind wg. ihrem relativ schwachen Licht jedoch meist nur für die Aufzucht von Stecklingen bzw. Sämlingen ratsam.
Zudem benötigt diese Variante eine separate Vorrichtung bzw. Armatur.
Evtl. die Zukunft der Pflanzenzucht. Im Moment allerdings noch kaum ausgereift und wenn, dann zu teuer.
In Zukunft kann man sich von dieser Technik jedoch viel versprechen.